Lieferanten­qualifizierung: Qualität mit Verantwortung

Die Lieferantenqualifizierung ist ein strukturierter Auswahlprozess, der sicherstellt, dass unsere Partner höchsten Anforderungen nach klaren Umwelt-, Technik- und Beschaffungskriterien entsprechen.

Unser Ziel: langfristige Partnerschaften mit Lieferanten, die unsere Werte teilen und zur nachhaltigen Entwicklung beitragen.

ESG-Qualität

Wir bewerten Lieferanten anhand ökologischer und sozialer Kriterien und fördern gezielt Verbesserungen in diesen Bereichen. Grundlage sind international anerkannte Standards sowie interne Auswahl- und Monitoringprozesse.

Technik-Kriterien

Komponenten müssen standortspezifischen Anforderungen wie Klima, Korrosion und Belastung standhalten. Wir bewerten ihre Lebensdauer und Funktionssicherheit im jeweiligen geografischen Umfeld – für eine dauerhaft zuverlässige Nutzung.

Beschaffungs­prozesse

Effiziente Kommunikation, klare Zuständigkeiten und termingerechte Lieferung sind essenziell. Wir fördern eine kontinuierliche Leistungsentwicklung und bauen langfristige, verlässliche Beziehungen zu unseren Lieferanten auf.

Unsere Verantwortung in der Lieferkette

Ein zentraler Bestandteil unserer Lieferantenauswahl ist die Einhaltung höchster Umwelt- und Sozialstandards. Bei Investitionen in ökologisch nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten gemäß der EU-Taxonomieverordnung (Art. 9) verpflichten wir uns zur Orientierung an international anerkannten Leitlinien, die verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln und den Schutz von Menschenrechten fördern:

OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen
Empfehlungen für verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln in globalen Lieferketten mit Fokus auf Transparenz, Menschenrechte, Umwelt und Korruptionsprävention.

UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte
Rahmenwerk zur Achtung der Menschenrechte durch Unternehmen, basierend auf den Säulen „Schutz“, „Achtung“ und „Rechtsmittel“.

ILO-Kernübereinkommen
Internationale Standards zu Arbeitsrechten, darunter Vereinigungsfreiheit, Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit sowie Gleichbehandlung am Arbeitsplatz.

Internationale Charta der Menschenrechte
Fundament der globalen Menschenrechtsnormen bestehend aus der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und zwei zentralen UN-Pakten zu bürgerlichen, politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechten.

Hinweis: Diese Regelungen gelten für Investitionen in ökologisch nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten gemäß EU-Taxonomie und betreffen nur bestimmte Beschaffungsentscheidungen im Zusammenhang mit Art. 9-Investitionen.

Wesent­lich­keits­analyse als Grundlage

Die Wesentlichkeitsanalyse bildet das Fundament unserer Lieferantenbewertung. Sie hilft uns, die sozialen Themen zu identifizieren, die für unser Geschäftsmodell besonders relevant sind. Dabei geht es nicht nur um Risikominimierung, sondern auch um die gezielte Förderung positiver Arbeitsbedingungen in der Lieferkette.

  • Verhinderung von Zwangs- und Kinderarbeit
  • Chancengleichheit und diskriminierungsfreie Arbeitsbedingungen
  • Ermöglichung der betrieblichen Mitbestimmung
  • Faire Entlohnung
  • Einhaltung der Arbeitszeitvorschriften
  • Betrieblicher Gesundheits- und Arbeitsschutz
  • Stärkung legaler Arbeitsverhältnisse
Ein Schaubild um einen grünen Kreis gibt es 5 gleich große Pfeile. In dem grünen Kreis im Zentrum steht: Due Diligence Process. An jedem Pfeil steht ein Begriff, links angefangen: Berichterstattung, Leitlinien und Grundsätze, Audits und Bewertungen, Strategie zur Risikominderung und als letztes Maßnahmen & mechanismus. An dem letzten Pfeil der wie ein Kreislauf den ersten Pfeil trifft geht auch ein zweiter Kreis davon ab der den Kreislauf verlässt

Das erwartet unsere Lieferanten

Der Lieferantenqualifizierungsprozess bei hep solar ist als kontinuierlicher Entwicklungsprozess angelegt. Ziel ist es, unsere Partner nicht nur zu bewerten, sondern gemeinsam mit ihnen Verbesserungen zu erzielen. Dabei orientieren wir uns an klaren Leitlinien und Grundsätzen für eine verantwortungsvolle Zusammenarbeit. Audits und Bewertungen der Produktionsbedingungen liefern wichtige Erkenntnisse, auf deren Basis wir Strategien zur Risikominderung entwickeln und regelmäßig anpassen. Maßnahmen und Beschwerdemechanismen werden laufend überprüft und weiterentwickelt. Eine transparente Berichterstattung begleitet den gesamten Prozess und schafft die Grundlage für stetige Optimierung.

Im Rahmen unserer partnerschaftlichen Lieferantenentwicklung kommen folgende etablierte Maßnahmen zum Einsatz:

Selbstauskunft durch Fragebogen

Die Ergebnisse aus unserem strukturierten Fragebogen bilden die Grundlage für konkrete Maßnahmen, die wir gemeinsam mit dem Lieferanten festlegen – sowohl zur präventiven Risikovermeidung als auch zur Korrektur bestehender Mängel. Diese Maßnahmen müssen entweder vor Produktionsbeginn oder innerhalb einer definierten Frist umgesetzt werden.

Audits vor Ort

Bei unseren Audits prüfen wir gezielt Lieferanten mit erhöhtem Risiko, um die Angaben aus der Selbstauskunft zu verifizieren. Dabei betrachten wir neben grundlegenden Kriterien auch weiterführende Umweltaspekte wie beispielsweise Maßnahmen zur Vermeidung von Umweltverschmutzung und ein effektives Abfallmanagement.

Supplier Code of Conduct

Der hep solar Supplier Code of Conduct legt unsere Nachhaltigkeitsstandards für unser Lieferantennetzwerk detailliert fest. Aktualisiert im Frühjahr 2024 im Rahmen des Gesetzes über unternehmerische Sorgfaltspflichten in Lieferketten, bietet er präzise Erklärungen der Leitprinzipien für unser globales Netzwerk.

Strategischer Mehrwert durch Liefer­anten­quali­fizierung

Die gezielte Auswahl und Entwicklung unserer Lieferanten stärkt nicht nur unsere Lieferkette, sondern auch gemeinsame Werte und langfristige Zusammenarbeit. Das sind die Vorteile im Überblick:

Durch die gründliche Prüfung unserer Lieferanten erkennen wir potenzielle Risiken frühzeitig und vermeiden so Lieferengpässe, Qualitätsprobleme und Reputationsschäden – auch für unsere Investoren.

Indem wir Lieferanten auswählen, die sämtliche EU-Umwelt- und Sozialstandards einhalten, tragen wir aktiv zur Erreichung unserer Nachhaltigkeitsziele bei und fördern eine verantwortungsvolle Wertschöpfungskette.

Unsere sorgfältige Auswahl ermöglicht stabile, vertrauensvolle Geschäftsbeziehungen, die uns eine solide Basis für die Zusammenarbeit und gemeinsame Innovationen bieten.

Mit unserer präzisen Auswahl reduzieren wir langfristig die Kosten, indem wir Probleme wie Nacharbeiten, Reklamationen oder Produktionsausfälle minimieren.

Neben der Lieferantenqualifizierung verfolgen wir diese weiteren Impact Value Chains:

Community Engagement

Wir fördern den Dialog und die Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinschaften, um nachhaltige Projekte zu realisieren und gesellschaftlichen Mehrwert zu schaffen.

Kreislaufwirtschaft

Wir achten auf die Wiederverwertbarkeit technischer Projekt-Komponenten, um Ressourcen zu schonen und den Rohstoffkreislauf zu stärken.

Vermiedene Emissionen

Solarenergie als kohlenstoffarme Lösung sorgt für eine zukunftsorientierte Energieversorgung und senkt die CO₂-Emissionen unseres Energiesystems.

Unsere ökologische Verantwortung

Lieferantenqualifizierung ist ein wichtiger Teil unseres ganzheitlichen Nachhaltigkeitsverständnisses. Gemeinsam mit weiteren Impact Value Chains gestalten wir eine Zukunft, in der ökologische, soziale und ökonomische Verantwortung Hand in Hand gehen. Entdecken Sie unsere Nachhaltigkeitsstrategie als verbindendes Fundament.