Energie­gewinnung in Einklang mit Bio­diversität

Unsere Biodiversitäts-Photovoltaik verbindet klimaorientierte Stromerzeugung mit aktivem Naturschutz. Denn richtig geplant und umgesetzt, können Solarparks wertvolle Lebensräume schaffen und die ökologische Qualität von Flächen verbessern.

Von Biodiversität profitieren langfristig viele: die Natur, das Klima sowie auch die Menschen vor Ort.

Lebensräume schützen

Solarparks bieten Rückzugsorte für Pflanzen und Tiere und fördern wichtige ökologische Funktionen.

Klimaresilienz stärken

Naturnahe Flächengestaltung macht Solarparks widerstandsfähiger gegen Extremwetter wie Starkregen.

Gemeinsam vor Ort

Durch Kooperation mit lokalen Akteuren entstehen Projekte, die Umwelt und Gemeinschaft gleichermaßen stärken.

Gutes Image schaffen

Biodiversitätsfreundliche Solarparks verbessern die öffentliche Wahrnehmung und fördern das Vertrauen nachhaltig.

Nachhaltig gefördert

Regulatorische Vorteile und Fördermöglichkeiten unterstützen die Umsetzung ökologischer Standards.

Wie Solarparks zur Trendwende beitragen können

Die biologische Vielfalt ist weltweit bedroht – doch es gibt Wege, den Verlust zu stoppen. Biodiversitätsfreundliche Solarparks können Teil der Wiederherstellung von Natur und Biodiversität sein: Sie verbinden nachhaltige Energiegewinnung mit gezielten Maßnahmen zur Förderung von Artenvielfalt. Je nach Umgang mit den Ursachen des Biodiversitätsverlusts ergeben sich unterschiedliche Zukunftsszenarien.

Die Grafik zeigt, wie sich die Artenvielfalt bis 2050 entwickeln kann – je nachdem, ob wir heute handeln oder weitermachen wie bisher.

Im Zentrum befindet sich ein großer grüner Kreis mit Symbolen für Natur – ein stilisiertes Blatt, eine Blume und ein Vogel. Oben links ist eine Sonne dargestellt. Der Titel „Entwicklung der Arten“ steht in hellgrüner Schrift zweizeilig auf zwei schwarze Kästen. Unten vom linken zum rechten Rand zieht sich eine Achse von 1970 bis 2050. Drei farbige Linien starten in der linken oberen Ecke und zeigen unterschiedliche Zukunftsszenarien: 1. Reduzierter Verbrauch durch nachhaltige Produktion Diese Linie beginnt 1970 auf einem hohen Niveau, sinkt kontinuierlich bis 2025. Danach steigt sie leicht weiter bis 2050. Sie symbolisiert eine positive Entwicklung der Artenvielfalt durch nachhaltiges Wirtschaften. 2. Maßnahmen gegen den Klimawandel, Konservierung/Restaurierung Auch diese Linie beginnt oben links, sinkt auf dasselbe Level bis 2025 und steigt bis 2050 weniger als die erste Linie. Sie steht für eine Verbesserung der Artenvielfalt durch gezielte Umweltmaßnahmen. 3. Business as usual Diese Linie beginnt ebenfalls 1970 auf derselben Höhe, fällt jedoch kontinuierlich ab und erreicht 2050 ihren Tiefpunkt. Sie zeigt die negative Entwicklung der Artenvielfalt bei unveränderten wirtschaftlichen und ökologischen Rahmenbedingungen.

Mehr über Biodiversität erfahren

Biodiversität bezeichnet die Vielfalt des Lebens auf der Erde – von der genetischen Vielfalt innerhalb einer Art über die Artenvielfalt bis hin zur Vielfalt von Lebensräumen und Ökosystemen. Sie ist das Fundament funktionierender Naturkreisläufe und gesunder Ökosysteme und spielt damit eine entscheidende Rolle für das Überleben aller Organismen auf unserem Planeten.

Nahezu jedes von Menschen hergestellte Produkt – von Nahrungsmitteln über Arzneimittel bis hin zu Textilien – basiert auf natürlichen Rohstoffen und ist damit auf eine intakte Natur angewiesen. Wir profitieren täglich von sogenannten Ökosystemdienstleistungen, die von der Natur bereitgestellt werden. Hier ein paar Beispiele:

  • Regenwasser wird gefiltert, weil Böden und Vegetation wie ein natürlicher Wasserreiniger wirken.
  • Böden bleiben fruchtbar, da Mikroorganismen und Pflanzen Nährstoffe recyceln und Humus aufbauen.
  • Pflanzen betreiben Photosynthese, produzieren Sauerstoff und binden CO₂ – ein zentraler Beitrag für saubere Luft und Klimaschutz.

Diese Prozesse sind keine technischen Leistungen, sondern natürliche Funktionen gesunder Ökosysteme. Sowohl die Verfügbarkeit von Rohstoffen als auch die Funktionsfähigkeit dieser Dienste hängen entscheidend von intakten Lebensräumen und hoher Biodiversität ab.

Die Biodiversität steht vor einer zunehmenden Bedrohung durch menschliche Einflüsse, die ihre Vielfalt und Funktionsweise gefährden. Diese Bedrohungen manifestieren sich in verschiedenen Treibern, die direkt zur Abnahme der Artenvielfalt und Ökosystemfunktionen beitragen.

  1. Ressourcenverbrauch: übermäßige Nutzung von natürlichen Ressourcen wie Wäldern, Fischbeständen und Wasserressourcen
  2. Verschmutzung: Freisetzung von Schadstoffen in die Umwelt, sei es durch Industrieabfälle, Chemikalien in der Landwirtschaft oder Abfälle aus menschlichen Siedlungen und der Entsorgung
  3. Klimawandel: Veränderungen im Klimasystem, hervorgerufen durch menschliche Aktivitäten wie die Verbrennung fossiler Brennstoffe und Entwaldung
  4. Landnutzung: Umwandlung von natürlichen Lebensräumen für landwirtschaftliche, städtische oder industrielle Zwecke
  5. Invasive Arten: Einführung nicht-einheimischer Arten in Ökosysteme stören das Gleichgewicht

Wenn wir nicht gegensteuern, drohen irreversible Schäden für Natur und Gesellschaft.

  1. Ökosystemvielfalt: Unterschiedliche Lebensräume wie Wälder, Wiesen, Moore oder Gewässer bieten jeweils eigene Bedingungen für Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen – und tragen zur Stabilität des Naturhaushalts bei.
  2. Artenvielfalt: Sie beschreibt die Anzahl und Vielfalt der verschiedenen Tier-, Pflanzen- und Pilzarten in einem bestimmten Gebiet oder weltweit. Jede Art erfüllt eine bestimmte Rolle im Ökosystem.
  3. Genetische Vielfalt: Diese Ebene umfasst die Unterschiede im Erbgut einzelner Individuen einer Art. Sie ist entscheidend für die Anpassungsfähigkeit und Widerstandskraft gegenüber Umweltveränderungen.

So gestalten wir Solarparks im Einklang mit Biodiversität

Ein naturverträglicher Solarpark entsteht nicht zufällig – er ist das Ergebnis sorgfältiger Planung und verantwortungsvoller Umsetzung. Von der Standortwahl bis zur Auswahl der Materialien folgen wir einem klaren Prozess, der ökologische und soziale Aspekte gleichermaßen berücksichtigt.

Unsere sieben Schritte zeigen, wie wir Nachhaltigkeit entlang des gesamten Lebenszyklus eines Solarparks konkret umsetzen – transparent, nachvollziehbar und mit Blick auf den Schutz der Biodiversität.

Standortwahl mit Rücksicht auf die Natur

Wir wählen Flächen mit geringem ökologischem Wert oder bereits genutztem Boden. Das bedeutet, dass diese Flächen bereits im Vorfeld eine geschädigte Biodiversität aufweisen oder schon durch andere Nutzungsformen vorbelastet sind. Auf diese Weise wollen wir natürliche Lebensräume schützen. Dabei prüfen wir sorgfältig den anfänglichen Eingriff in die lokale Tier- und Pflanzenwelt sowie ökologische Besonderheiten.

Biodiversität im Design mitdenken

Unser Parkdesign fördert die Artenvielfalt: Zwischen den Modulreihen schaffen Biodiversitätskorridore und -puffer Lebensräume für Wildtiere. Niedrigwüchsige Pflanzen unterstützen Insekten und Kleintiere.

Gemeinsam für mehr Naturverträglichkeit

Wir arbeiten eng mit Umweltorganisationen, Behörden und lokalen Gemeinschaften zusammen. So stellen wir sicher, dass der Solarpark nicht nur ökologisch, sondern auch sozial nachhaltig ist.

Nachhaltige Komponenten bewusst einsetzen

Nachhaltigkeit beginnt bei den Materialien: Wir arbeiten mit Lieferanten, deren Komponenten wir auf Recyclingfähigkeit und Langlebigkeit prüfen können. Wir setzen das Thema Kreislaufwirtschaft – weniger originäre Rohstoffe, mehr Wiederverwendung – kontinuierlich auf die Agenda unserer Hauptlieferanten.

Betrieb, der die Natur respektiert

Ein naturnahes Flächenmanagement fördert das Pflanzenwachstum und schützt die Biodiversität. Wir überwachen regelmäßig die ökologischen Auswirkungen und passen unsere Maßnahmen bei Bedarf an.

Ressourcen schonen durch Recycling

Mit unseren Beschaffungsentscheidungen zu Beginn eines Projekts ermöglichen wir, dass am Ende des Lebenszyklus möglichst viele der eingesetzten Materialien wiederverwendet und dem Stoffkreislauf wieder zugeführt werden können. Durch engen Kontakt und Austausch mit Forschungseinrichtungen, Entsorgungsunternehmen und Herstellern können wir unsere Beschaffungsprozesse optimieren. 

So wird der Solarpark zum Lebensraum

Nach der Planung beginnt die Praxis: Damit unsere Solarparks nicht nur klimawirksam Strom erzeugen, sondern auch zur Artenvielfalt beitragen können, setzen wir auf ökologisches Flächenmanagement.

Vor Ort gestalten wir die Flächen im Rahmen unseres Biodiversitätskonzepts so, dass sie Lebensräume erhalten, und sogar neue schaffen. Die Maßnahmen sind individuell auf den Standort abgestimmt und zeigen, wie Energiegewinnung und Naturschutz Hand in Hand gehen können:

Maximal 40 % Überdachung

Wir überdachen höchstens 40 % der Fläche, damit ausreichend Regen und Sonnenlicht durchdringen – bei optimaler Südausrichtung und 4 m Reihenabstand ist sogar eine landwirtschaftliche Nutzung möglich.

Artenreiche Begrünung

Wir fördern die Biodiversität durch natürliche oder gezielt eingesäte Pflanzen, die vielfältige Lebensräume für Tiere und Insekten schaffen.

Weidetiere als ökologische Helfer

Durch den Einsatz von Weidetieren entsteht ein naturnahes Flächenmanagement, das Lebensräume erhält und das ökologische Gleichgewicht unterstützt.

Schonende Pflege

Mit wenigen Maschinenfahrten und gezieltem Mähen statt Mulchen vermeiden wir Bodenverdichtung und reduzieren den Nährstoffeintrag zum Schutz der natürlichen Bodenstruktur.

Durchlässige Zäune

Unsere Zäune enthalten gezielte Öffnungen, die kleinen Säugetieren wie Igeln und Feldhasen den Zugang zum Gelände ermöglichen.

Schutz bodenbrütender Vögel

Wir setzen gezielte Maßnahmen um, um Brutplätze bodenbrütender Vogelarten zu erhalten sowie ihre Lebensräume langfristig zu sichern.

Neben der Biodiversität verfolgen wir diese weiteren Impact Value Chains:

Kreislaufwirtschaft

Wir achten auf die Wiederverwertbarkeit technischer Projekt-Komponenten, um Ressourcen zu schonen und den Rohstoffkreislauf zu stärken.

Community Engagement

Wir fördern den Dialog und die Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinschaften, um nachhaltige Projekte zu realisieren und gesellschaftlichen Mehrwert zu schaffen.

Vermiedene Emissionen

Solarenergie als kohlenstoffarme Lösung sorgt für eine zukunftsorientierte Energieversorgung und senkt die CO₂-Emissionen unseres Energiesystems.

Unsere ökologische Verantwortung

Biodiversität ist ein wichtiger Teil unseres ganzheitlichen Nachhaltigkeitsverständnisses. Gemeinsam mit weiteren Impact Value Chains gestalten wir eine Zukunft, in der ökologische, soziale und ökonomische Verantwortung Hand in Hand gehen. Entdecken Sie unsere Nachhaltigkeitsstrategie als verbindendes Fundament.