Die Landwirtschaft sieht sich derzeit mit unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert, darunter veränderte klimatische Bedingungen, wirtschaftliche Rahmenbedingungen und sich wandelnde gesellschaftliche Anforderungen. Im Zusammenhang mit diesen Entwicklungen wird Agri-Photovoltaik (Agri-PV) als ein Konzept diskutiert, bei dem landwirtschaftliche Flächen sowohl für die Bewirtschaftung als auch für die Erzeugung von Solarstrom genutzt werden.
Agri-Photovoltaik: Kombination von Landwirtschaft und Solarstromerzeugung
Bei Agri-PV-Anlagen kommen unterschiedliche Bauformen zum Einsatz. Solarmodule können beispielsweise horizontal aufgeständert oder vertikal angeordnet werden. Die konkrete Ausgestaltung richtet sich unter anderem nach der geplanten landwirtschaftlichen Nutzung der Fläche. Zwischen den Modulreihen wird in der Regel ausreichend Platz für Bewirtschaftungsmaßnahmen vorgesehen.
Agri-PV wird in verschiedenen landwirtschaftlichen Bereichen erprobt, darunter Grünland, Ackerbau sowie Sonderkulturen wie Wein oder Beerenobst. Gegenstand aktueller Forschungs- und Pilotvorhaben sind unter anderem mögliche Wechselwirkungen zwischen Solarmodulen, Pflanzenbestand und Standortbedingungen.
hep solar plant ab diesem Winter einen Versuch in Weinbergen des Zabergäus. Dabei soll untersucht werden, ob und in welcher Form sich eine gezielte Verschattung auf die Entwicklung von Weintrauben auswirkt. Hierfür werden verschattete und nicht verschattete Bereiche miteinander verglichen. Darüber hinaus steht hep solar seit mehreren Jahren im Austausch mit Instituten und begleitet verschiedene Versuchs- und Pilotprojekte.
Potentielle Anwendungsfelder
Neben der landwirtschaftlichen Nutzung kann der in Agri-PV-Anlagen erzeugte Strom vor Ort verwendet oder in das Stromnetz eingespeist werden. Die wirtschaftlichen und betrieblichen Auswirkungen hängen von den jeweiligen Rahmenbedingungen, der Anlagengröße sowie den geltenden regulatorischen Vorgaben ab.
„Sollte sich die nächste Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes den EU-Vorgaben anpassen, könnte dies Auswirkungen auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen von Agri-PV-Projekten haben“, erklärt Alexander Hügler, Director Sales bei hep solar.
Nach Angaben von hep solar besteht aus dem landwirtschaftlichen Umfeld Interesse an Agri-PV-Projekten. Aus Kontakten auf Fachmessen haben sich mehrere Gespräche zu möglichen Projektvorhaben ergeben. Erste regionale Projekte sind für 2026 vorgesehen.
Entwicklung des Agri-PV-Segments
Agri-Photovoltaik ist ein Anwendungsbereich innerhalb des Photovoltaik-Marktes, der die Nutzung landwirtschaftlicher Flächen mit der Erzeugung von Solarstrom verbindet. Die weitere Entwicklung des Segments wird von technologischen, wirtschaftlichen und regulatorischen Faktoren beeinflusst.
Die Bundesregierung verfolgt das Ziel, den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung weiter auszubauen. Vor diesem Hintergrund wird auch Agri-PV im politischen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Umfeld als eines von mehreren möglichen Konzepten für die zukünftige Flächennutzung und Energieerzeugung betrachtet.
Über hep solar
hep solar ist der Solarspezialist für Projekte und Investments aus einer Hand. Seit über 15 Jahren entwickelt, baut, betreibt und finanziert das inhabergeführte Unternehmen aus Baden-Württemberg Solarparks vor allem in Europa, Japan und Nordamerika. Als Zukunftsmacher verbindet hep solar Know-how in den Geschäftsfeldern Investment, Projects, hep yolar und PV plants – und deckt somit von Anfang bis Ende die gesamte Wertschöpfungskette der Solarenergie ab: Von der Finanzierung über die Projektentwicklung und den Bau bis zum langfristigen Betrieb. hep solar beschäftigt weltweit über 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Niederlassungen in Deutschland, Polen, Italien, Japan, USA und Kanada.