„Batteriespeicher sind für uns ein logischer nächster Schritt in der Entwicklung ganzheitlicher Energielösungen“, sagt Martin Vogt, Chief Project Officer bei hep solar. „Sie können dazu beitragen, die Flexibilität im Stromsystem zu erhöhen und eröffnen zusätzliche Möglichkeiten für zukünftige Geschäftsmodelle in der Energieversorgung.“
Batteriespeicher als Bestandteil zukünftiger Projektentwicklungen
Wo es technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist, plant hep solar, Batteriespeicher künftig als festen Bestandteil seiner Projektentwicklungen zu integrieren. Ein Beispiel dafür ist die unterzeichnete Absichtserklärung mit Toshiba Energy Systems & Solutions (ESS) in Japan. Ziel der Zusammenarbeit ist die gemeinsame Entwicklung von Batteriespeicherprojekten.
„Die Zusammenarbeit mit Toshiba ESS ist ein wichtiger Meilenstein für uns“, so Vogt. „Sie markiert unseren Einstieg in den BESS-Sektor und unterstreicht unseren Anspruch, neue Technologien gemeinsam mit erfahrenen Partnern weiterzuentwickeln.“
Auch in Italien, wo hep solar seit diesem Jahr aktiv ist, sollen Projekte entstehen, die Photovoltaik- und Speicherlösungen miteinander kombinieren. Geplant ist der Aufbau einer Projektpipeline mit einer Kapazität von bis zu 500 MWp im Bereich Solarenergie und Batteriespeicher.
Herausforderungen bei Batteriespeicherprojekten
Trotz sinkender Kosten für Speichertechnologien bleibt die Entwicklung von Batteriespeicherprojekten anspruchsvoll. Die unterschiedlichen Betreibermodelle, ob als eigenständige Speicher oder in Kombination mit Photovoltaikanlagen, variieren je nach Marktumfeld erheblich. Zudem sind Vermarktungsstrategien am Intraday- und Day-Ahead-Markt häufig komplex und werden vielfach von spezialisierten Dienstleistern umgesetzt. Langfristig planbare Erlöse lassen sich in einigen Märkten unter anderem über Kapazitätsmarktausschreibungen erzielen.
Eine weitere Herausforderung besteht in der zunehmenden Marktdurchdringung von Speichern. Reagieren viele Anlagen gleichzeitig auf identische Preissignale, kann dies die Strompreise beeinflussen und damit die Erlöspotenziale einzelner Projekte reduzieren.
„Im Vergleich zu klassischen PV-Projekten mit Einspeisetarif oder langfristigen Power Purchase Agreements (PPA) weisen reine Energiespeicherprojekte ein anderes Risiko-Rendite-Profil auf“, erklärt Vogt. „In Japan entwickeln wir solche Projekte gemeinsam mit Toshiba ESS. Erste Vorhaben befinden sich zudem in den USA und Deutschland in einer frühen Entwicklungsphase. Da die Erlöse häufig nicht langfristig vertraglich gesichert sind, ergeben sich Chancen insbesondere durch Arbitrage, also den gezielten Handel mit Strom zu unterschiedlichen Marktpreisen.“
Integrierte Energielösungen im Fokus
Langfristig setzt hep solar auf die Kombination von Energieerzeugung und Energiespeicherung in integrierten Projektansätzen. Der Schwerpunkt liegt weiterhin auf der Entwicklung von Solarparks, die durch Batteriespeicher ergänzt werden können.
Technologische Weiterentwicklungen tragen dazu bei, die Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit von Speichersystemen kontinuierlich zu verbessern. Gleichzeitig können Modelle wie Capacity Purchase Agreements (CPA) und Power Purchase Agreements (PPA) dazu beitragen, die Planbarkeit von Einnahmen und Marktpreisrisiken zu erhöhen. Während CPAs eine Vergütung auf Basis der bereitgestellten Leistung vorsehen, ermöglichen PPAs die Vermarktung von Strom zu vertraglich vereinbarten Konditionen, beispielsweise über feste oder indexbasierte Preisstrukturen.
„Wir sehen Batteriespeicher als wichtigen Bestandteil zukünftiger Energiesysteme“, betont Vogt. „Aus unserer Sicht bieten sie sowohl technische als auch wirtschaftliche Potenziale. Gemeinsam mit unseren Partnern arbeiten wir daran, entsprechende Projekte in verschiedenen Märkten weiterzuentwickeln.“